Günter Brocker

Aus WerderWiki

Wechseln zu: Navigation, Suche
Persönliches
Geburtsdatum:24.05.1925
Nationalität:
Größe:X,XX m
Gewicht:XX kg
Position:Trainer bis 04.09.67

* Stand: 01. August 2006.

Günter Brocker (* 24. Mai 1925 in Duisburg-Hochfeld) ist ein ehemaliger deutscher Trainer und Abwehr-Spieler. Er übernahm 1961 seine erste Trainerstelle. Nach Wechsel in die Pfalz zum 1. FC Kaiserslautern und wurde in der Oberliga Südwest Vierter. Im letzten Jahr der Oberliga, 1962/63, konnte er den Meistertitel im Südwesten holen. Nach den ersten zwei Jahren Bundesliga auf dem Betzenberg wurde er 1965/66 Nachfolger von Willi Multhaup beim SV Werder, dem Deutschen Meister des Jahres 1965. Mit dem neuen Trainer wurde Werder nie so recht warm. Brocker war als Spieler zu seiner Schalker Zeit ein guter Verteidiger, aber als Trainer war er im Vergleich zu seinem Vorgänger Multhaup deutlich schlechter. Er besaß keine persönliche Ausstrahlung. Seine Taktikbesprechungen zeugten nicht von einem überlegten Konzept, sondern schienen teilweise planlos zu sein. Mit Äußerungen wie:"Jungs, die knallen wir weg" versuchte er die Mannschaft zu motivieren. Den Spielern wurde schnell klar, dass Brocker weniger zu bieten hatte als Multhaup. Daher genoß Brocker auch weniger Autorität in der Mannschaft. Die laufende Saison 1965/66 verlief anfangs für den Titelverteidiger Werder Erfolg versprechend, vier Siege in fünf Spielen, das war Platz 2. Doch durch unerklärliche Patzer fiel Werder immer weiter zurück. Auf internationaler Ebene mußte Werder im Europapokal der Landesmeister gegen Partizan Belgrad antreten und verlor 0:3. Das wäre normalerweise zu verkraften gewesen, aber die Art, wie sich der Deutsche Meister präsentierte, trieb viele deutsche Fernsehzuschauer auf die Palme. Trainer Brocker tat genau das Falsche. Als Reaktion auf das harte Spiel des Gegners versprach er den Jugoslawen beim Rückspiel in Bremen die Knochen zu polieren. Die Reaktion folgte prompt. Die aufgeheizte Werder-Elf stieg viel zu hart ein und vergaß ihre fußballerischen Fähigkeiten. Der Platzverweis des Kapitäns Pico Schütz war die Folge. Der knappe 1:0 Erfolg reichte für Werder nicht aus, um im Cup-Wettbewerb weiterzukommen. Nach bundesweiter Ausstrahlung der ZDF-Aufzeichnungen hagelte es Proteste von Presse und enttäuschten Fans. Diesen Eindruck konnte man in der Bundesliga nur mühsam wieder gut machen. Die Saison endete mit dem 4. Tabellenplatz. Werder war nur noch ein Schatten der Meistertruppe des Vorjahres. Die Saison 1966/67 war nervenaufreibender als je zu vor. Nach katastrophalem Start zeigte die Mannschaft Nerven und geriet in die Abstiegszone, aus der sie sich erst im Winter wieder befreien konnte. Nach einer erschreckend schlechten Rückrunde landete Werder auf dem 16. Tabellenplatz. Die Tage Günter Brockers als Trainer schienen gezählt, die Fans forderten seinen Kopf. Obwohl er oft überfordert wirkte, durfte er die Mannschaft in die Saison 1967/68 führen. Es gab 3 Niederlagen in Folge. Nach dem 3. Spiel, dass Gladbach mit 4:0 gewann, mußte Brocker unter Polizeischutz in die Kabine gebracht werden. Um die Werder-Talfahrt zu stoppen, wurde Trainer Brocker nach dem 3. Spieltag im September 1967 entlassen. Er ging zu seinem Heimatverein Schalke 04. Nachfolger ab dem 4. Spieltag wurde Fritz Langner.

Inhaltsverzeichnis

Laufbahn

Sonstiges

Vereine

  • Rot-Weiß Oberhausen 1971 - 1973
  • FC Schalke 04 1967 - 1969
  • SV Werder 1965 - 1968
  • 1. FC Kaiserslautern 1963 - 1965

Titel, Erfolge

  • Bundesliga: Platz 4 mit SV Werder 1966

Auszeichnungen

Weblinks